Wer kennt nicht die Geschichte über den Pfadfinder , der einer alten Frau über die Straße hilft ? Oder wenn man Pfadfinder sieht, an den Spruch:„Jeden Tag eine Gute Tat“ ?

Aber ist das schon alles ? Was verbirgt sich hinter den Kindern und Jugendlichen , die sich heute noch trauen in Kluft und Halstuch über die Straße zu laufen. Die sich zu einer Gemeinschaft von Weltweit 35.000.000 Pfadfindern bekennen.

Wir , der Pfadfinderstamm Tecumseh , möchte Ihnen das Pfadfindertum ein wenig näher bringen.

 

 

Historie

Lord Baden Powell versuchte 1907 auf Brownsea Island , seine Idee , Jugendlichen über Gesellschaftliche Schranken hinweg und sozialen Zwängen , das Waldläufertum näher zu bringen. Er startet ein Lager mit 22 Jungen aus allen gesellschaftlichen Schichten Englands .

Nach 10 Tagen Lager waren Baden-Powell und die Jungen so begeistert , das Sie die Idee im Land verbreiteten.

Schon 1 Jahr später konnte Baden Powell mit ca. 1000 Jungen in Humshough ( England ) bei einem Zeltlager die Boy Scout Association of England gründen .

Etwa zur selben Zeit gründete sich in Hamburg die erste „Späher“ Gruppe – in Anlehnung an die Boy Scout in England. Als Abzeichen trugen sie , wie in England , eine Lilie.

Maximilian Bayer und Alexander Lion übersetzten Baden Powell´s Handbuch „Aids to Scouting“ zum „Pfadfinderhandbuch für Junge Männer“ , und gründeten 1911 den „Deutschen Pfadfinderbund“ . Schnell verbreitete sich in ganz Deutschland Pfadfindergruppen. Bis 1914 waren in Deutschland ca. 100.000 Jungen und Mädchen Mitglied im Deutschen Pfadfinderbund( DPB).

Nach dem 1.Weltkrieg gründeten sich erneut Pfadfindergruppen , die jetzt aber den Muff des Kaiserreiches abschütteln wollten und Freier Ihre Zukunft gestalten wollten . Ausschlaggebend für die heutige Pfadfinderkultur war das Treffen auf Schloß Prunn 1923. Dort gründeten sich aus dem DPB einige neue Gruppierungen. Diese Abspaltungen hielten bis 1933 an. Bis 1933 gab es ca.60 verschiedene Große und Kleine Pfadfinderbünde , die sich von Katholisch , jüdisch , evangelisch , konfessionsfreie und politische erstreckten.

Mit der Machtübernahme Hitlers wurden alle Pfadfinderbünde , Wandervogel und Jungenschaften verboten. Einzig die Katholische DPSG konnte über das Päpstliche Konkudarat , als Gemeinschaft St.Georg , bis 1938 aushalten. Viele Pfadfinder wurden in Gefängnissen und KZ´s umgebracht. Die meisten Kinder und Jugendlichen wurden aus den verschiedensten Gründen in die DJ und HJ überführt. Leider vergleichen auch heute noch viele Menschen Pfadfinder mit der HJ. Nach dem 2.Weltkrieg wurden in den verschiedenen Besatzungszonen neue Pfadfindergruppen gegründet. So auch in Diez – aber dazu später mehr. 1950 wurden 3 Deutsche Pfadfinderverbände in die Weltweite Bruderschaft (WOSM) aufgenommen . Im Laufe der Zeit gründeten sich mehr und mehr Lokale Bünde und Gruppen. Der nächste größere Rückschlag war die ´68 Bewegung die nicht nur das Gesellschaftspolitische Angriff und neu gestaltete , sondern auch Einflüsse auf die deutsche Pfadfinderkultur hatte. Traditionelle Pfadfinder spalteten sich von den großen Bünden ab.

Diese Spaltungen halten bis heute an , so daß es mittlerweile in Deutschland ca.180 verschieden Gruppierungen gibt. Aber alle Arbeiten noch bis heute mehr oder weniger nach den Prinzipien , die von Baden Powell erschaffen wurden.

 

Inhalte

 

Wir Pfadfinder leben nach einer eigenen Ordnung und haben für jede Stufe eigene Gesetze und Versprechen. Wir versprechen unser Bestes zu geben , unseren Mitmenschen zu helfen , jeden Tag eine Gute Tat zu tun und anderen Menschen eine Freude zu Bereiten. Dies Stärkt unseren eigenen Zusammenhalt und verbindet uns mit allen Pfadfinder Weltweit.

Unsere Kluft überbrückt die Sozialen Unterschiede untereinander und läßt uns auch äußerlich als Weltweite Gemeinschaft erkennen. Zur Kluft gehören Klufthemd , Halstuch ,Verbandsabzeichen , Weltbundlilie , schwarze Hose oder Rock und Mütze oder Hut.

Wir betrachten alle Pfadfinder als Brüder und Schwestern, denn wir alle Leben nach den selben Gesetzen und Versprechen. Wir möchten den Kindern die Freundschaft mit anderen Pfadfindern und das Verständnis für andere Menschen und Kulturen, das Gruppenleben und das Leben in und mit der Natur vermitteln. Dies Geschieht durch Verschiedene Methoden.

Wir haben zum einen eine Probeordnung die die Ausbildung des einzelnen regelt , unter anderem : Karte und Kompaß , Naturkunde , Wetterkunde , Kochen , Feuer , Singen , Seilkunde , Knoten , Zeltaufbau und vielem mehr. Desweiteren fahren wir auf Wochenendlager , Kursen , Singe – und Pfadfinderwettbewerbe und auf Auslandsfahrten. In den wöchentlichen Gruppenstunden bekommen die Kinder diese Methoden vermittelt. Sie lernen dort aber auch Verantwortung für sich selbst und für andere zu tragen.

 

Pfadfindergesetz

 

·         Auf die Ehre eines Pfadfinders kann man unerschütterlich bauen.

·         Der Pfadfinder ist treu Gott der Kirche und dem Vaterland

·         Der Pfadfinder ist höflich und ritterlich.

·         Der Pfadfinder ist Bruder aller Pfadfinder und Freund aller Menschen.

·         Der Pfadfinder ist hilfsbereit.

·         Der Pfadfinder schützt Pflanzen und Tiere.

·         Der Pfadfinder gehorcht aus freien Willen und macht nichts halb.

·         Der Pfadfinder ist stets guter Laune, auch in Schwierigkeiten.

·         Der Pfadfinder ist einfach und sparsam.

·         Der Pfadfinder ist rein in Gedanken, Worten und Werken.

Wahlspruch :          Allzeit Bereit

Gruß :                        Gut Pfad

 

Der Schutzpatron der Pfadfinder ist der Heilige St.Georg .

Wir Feiern am 23. April jedes Jahr den Georgstag mit allen Pfadfinder weltweit.

Der 22.Februar wird außerdem Weltweit als „Thinkingday“ gefeiert – an diesem Tag ist Baden-Powell und auch seine Frau Olave geboren.

Im allgemeinem wird dann , zur Unterstützung ärmerer Pfadfinder , von jedem Pfadfinder Geld gesammelt.

Dies nennt man auch „Pennyaktion“ jeder Biber , Wölfling und Pfadfinder spendet dann für jedes Jahr seines Alters einen Groschen ( 10 Eurocent)